Von der Idee zur Realität – so entstand der Verein
1980 Karneval in Eller, mal wieder war nichts los. Eine Gruppe junger Leute traf sich daher in der Gaststätte „Zur Löwenburg“ und feierte kräftig. Es wurde reichlich „Blödsinn“ gemacht, der bei den alteingesessenen Elleranern gut ankam. Unter ihnen waren auch Hans Wilmen (Jrön-Wisse-Jonges) und Willi Busch (Schützenverein Eller). Sie waren so von den Ideen der Jugend angetan, daß sie die Anregung gaben: „Organisiert doch einen Karnevalszug“. Nach den Feiertagen festigte sich der Gedanke bei Heidi Zahn (damals Rathjen) und sie sprach mit einigen Leuten über eine eventuelle Durchführung.
Am 10.04.1980 trafen sich die Initiatoren Harald Rathjen, Heidi Zahn, Monika und Jürgen Hunselar, sowie eine Person die nicht wirklich interessiert war und daher nach kurzer Zeit das Treffen verließ. Die vier jungen Leute beschlossen Taten folgen zu lassen.
Am 09.07.1980 gründeten sie mit weiteren zehn Personen die
Interessengemeinschaft Veedels-Zoch Eller.
Zu einem Info-Abend wurden diverse Elleraner Vereine, Vertreter des Bezirks 08 sowie der Presse eingeladen. Hier war die IG jedoch im Vorfeld starker Kritik ausgesetzt, dennoch ließ sie sich nicht schrecken. Am 7.08.1980 wurde der erste Vorstand gewählt. 1. Vorsitzender = Harald Rathjen.
Die Mitglieder der IG wurden in Arbeitsgemeinschaften eingeteilt um die Aufgaben strukturiert zu gestalten. (AG Schriftverkehr, AG Zoch, AG Frühschoppen)
Durch einen Frühschoppen auf dem Gertrudisplatz, den Verkauf von gestifteten Ansteckfähnchen und das Sammeln von Rundengroschen auf den Versammlungen wurde ein finanzieller Grundstock geschaffen.
Dann kam Karneval 1981, der 1. Zug zog am 1. März unter dem Motto „Mer trecke widder“. Die IG erweiterte dies mit ihrem Slogan „hoffentlich jon mer nit bade“. Mit zwei toll geschmückten und gut mit Wurfmaterial gefüllten Badewannen ging sie an der Spitze des Zuges. Als Kostüm wurde ein Badedress aus Großmutters Zeiten gewählt. Bereits vierzehn gemeldete Gruppen, vier Musikkapellen sowie eine Vielzahl spontaner Mitwirkender ergaben ein abwechslungsreiches Bild. Ca. 500 Personen zogen durch unseren Stadtteil vom Aufstellplatz Festenbergstraße bis zur Vennhauser Allee.
Als sich der närrische Lindwurm dem Gertrudisplatz näherte, hatte so mancher Tränen der Freude in den Augen. Laut Schätzung der Polizei säumten 8000 Zuschauer den Straßenrand.
Wer hätte das gedacht.